Nicht denken, einfach reisen – Bericht von einer spontanen Reise nach Thailand

Gemütliche Lesezeit ca. 8 Minuten.

Oliver Harbourn war zuletzt als Sales Manager in China tätig. Seit über 10 Jahren findet er größtes Vergnügen an seinem Hobby, dem Reisen. Jetzt hat er sich seinen Lebenstraum erfüllt und das Reisen zu seinem Beruf gemacht. Im Jänner 2016 hat er sein eigenes Reisebüro gegründet.
 Er nennt es „Zeisen“ – ein Wortspiel für „Zusammen Reisen“. In diesem Beitrag berichtet Oliver über seine speziellen Reiseerlebnisse in Thailand. 

Ein Gastbeitrag von Oliver Harbourn  

Wir sind alle verschieden und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Diese zu kennen und wertzuschätzen, ist sehr hilfreich im Leben. Ich zum Beispiel bin ein sehr spontaner Mensch und offen für Neues. Außerdem habe ich eine sehr gute Auffassungsgabe und Menschenkenntnis. Und ich plane und organisiere für mein Leben gern.
 Diese Eigenschaften sind auch für das Reisen ideal.

Ab Richtung Thailand…

So wollte ich eines Tages eine 6-wöchige Reise nach Thailand machen. Eigentlich ist das mit einer Vollzeitbeschäftigung nur schwer möglich. Also hatte ich die Idee meine Reise in die Weihnachtstage zu legen, da ich so nur drei Wochen Urlaub nehmen musste. Am Morgen nach der Firmenweihnachtsfeier habe ich meinen Flug von Wien nach Bangkok gebucht. Nur wenige Tage später landete ich in der thailändischen Hauptstadt Bangkok.

Mein erstes Reiseziel war Chiang Mai. Von hier aus habe ich zunächst den Norden Thailands erkundet. Mit dem Moped unterwegs, bin ich einfach der Nase und den Beschilderungen für Sehenswürdigkeiten, gefolgt. Vorweg hatte ich keine Unterkünfte gebucht. Wenn ich mich dann auf die Suche nach einer Schlafmöglichkeit gemacht habe, wurde ich immer sofort fündig. Einige Male war es gar nicht notwendig zu suchen. Dies waren dann auch die besten Erlebnisse meiner gesamten Reisen. Ich erinnere mich noch gerne an sie. Hier meine Lieblings-Reisegeschichte:

Als ich mich plötzlich in einem Bambushüttendorf wieder fand…

bambushütte, thailand, asienreise,

Bambushütte

Ziemlich weit im Norden Thailands und weit weg von jeglicher Zivilisation wollte ich auf einen Berg fahren, um die Landschaft aus der Vogelperspektive zu sehen. Intuitiv bog ich auf der großen Straße nach links ab. Plötzlich befand ich mich in einem Bambushüttendorf, wie ich es noch nie davor gesehen hatte. Zunächst wollte ich durchfahren, doch irgendetwas ließ mich wieder umkehren. Mir war ein kleines Geschäft in der Dorfmitte aufgefallen. Da ich hungrig war, kehrte ich dorthin zurück, um mich zu stärken.
 In dem Laden sprach niemand Englisch, also benutzten wir die Sprache der Handzeichen. Außerdem hatte ich ein Thai-Deutsch Wörterbuch dabei, an welchem die Dorfbewohner eine riesen Freude hatten., Ich bestellte, eben mit der Handzeichen-Sprache etwas zu Essen und um meinen Durst zu löschen, ein Bier.
 Ich war erstaunt, wie rasch ich einen Teller Essen vor mir hatte. Ebenso rasch kamen dann auch die restlichen Dorfbewohner, um den reisenden Ausländer zu bestaunen.

Das kleine Wörterbüchlein half uns – jedenfalls einigermaßen gut – uns zu verständigen. Der gemeinsame Biergenuss machte es uns leichter. 😉 Danach luden sie mich auf einen Dorf-Rundgang ein und haben mir alles samt Kirche gezeigt und vorgeführt. Der krönenden Abschluss war eine Einladung in das Haus des Bürgermeisters. Hier befand sich auch der einzige Fernseher im Dorf. Zu meiner Verwunderung lief hier in Thailand fast nur chinesisches Karaoke. Nachdem wir beim Bürgermeister noch ein paar Bier getrunken hatten und es schon ziemlich spät war, lud mich einer der Dorfbewohner in seine Bambushütte, die er mit seiner Familie bewohnte, zum Schlafen ein.

Dorfgemeinschaft, Asienreise, Bambushütte, alleine Reisen

Dorfgemeinschaft

Er war stolz darauf sie selbst gebaut zu haben. Auch hier war das Wörterbuch wieder Gold wert! Vor der Eingangstür war eine kleine Veranda. Hier wurde das Geschirr gespült und die Kleider gewaschen. Gleich hinter dem Eingang befand sich ein großer Raum, mit einer Feuerstelle in der Mitte. Die Kochwerkzeuge an den Wänden, deuteten mir an, dass diese auch als Küche genutzt. wird, Genau hier war auch meine Schlafstelle für diese einzigartige Nacht. Hier rollte ich meinen Schlafsack aus. Nur durch einen Vorhang getrennt, hinter dem sich ein sehr schmaler Raum befand, indem die komplette Familie mit Kind schlief. 

Am nächsten Morgen setze sich mein Unterkunftgeber auf sein Moped um m Geschäft Frühstück zu besorgen. In der Zwischenzeit machte ich es mir auf der Veranda gemütlich und genoss den den Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück war es für mich an der Zeit aufzubrechen, Abschied zu nehmen und weiterzureisen. Aber die Dorfbewohner wollten mich nicht gehen lassen und versuchten sogar, mich mit einer Dame aus dem Ort zu verkuppeln. Das war nicht mein einziges Erlebnis auf dieser Thailand-Reise, aber sicherlich eines meiner besten … wenn nicht sogar das beste bis jetzt,  

Reisen: Raum für unsere Wünsche und Träume

Reisfeld, Asienreise, Thailand, alleine Reisen

Oliver Harbourn im Reisfeld

Was ich mit meiner Geschichte zeigen möchte, ist, dass wir unseren Träumen und Wünschen Raum geben sollen. Sie zu hinterfragen macht Sinn – aber ihnen zu folgen, wenn sie deutlich rufen, noch mehr. Stell dir doch selbst mal die Frage welcher Berufung du nachgehen würdest, ginge es nicht um Geld. Kennst du die Antwort?

Ich habe für mich selbst in Thailand eine sehr eindeutige Antwort auf diese Frage erhalten: Reisen und als Reiseleiter zu arbeiten. Dies war auch der Grund, mich in die Selbständigkeit zu wagen und mich für das zu entscheiden, was mir wirklich Spaß macht und was in mir gelebt werden will. Lange genug war ich die Marionette von Arbeitgebern, welche ihren Mitarbeitern kein Ohr schenkten. Heute will ich der Arbeitgeber sein, den ich mir immer gewünscht habe. Einer der seine Mitarbeiter wertschätzt und auch andere Meinungen hört.

Meist schenken wir den Gedanken „was sein und passieren könnte“, zu viel Aufmerksamkeit. Das macht Angst und hemmt uns unsere Träume zu leben. Oft verlieren wir sie auf diesem Wege aus den Augen. Macht es nicht mehr Sinn, den Fokus hin auf das Schöne, auf das was ich daraus gewinne, erfahre und erlebe, zu lenken?

Bedenke, der erste Schritt ist jener, der die anderen Schritte erst auslöst. Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt! Auch die Reise zu dir selbst!

Reisen & Seminare mit Zeisen auf Youbeee.com

Zeisen Spezialreisen 

Share on FacebookPin on PinterestTweet about this on Twitter

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.