Stärke beginnt im Kopf

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Erfolgreiche Menschen zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie psychisch stabil sind und keine Selbstzweifel hegen. Entscheidend dabei sind die eigenen Gedanken. Durch mentales Training können diese gezielt positiv beeinflusst werden.

Vielleicht kennst du den Begriff des mentalen Trainings aus dem Sport, wo Mentalcoaches den Sportlern zur Seite stehen, um leistungsfähiger zu werden. Dies ist vor allem im Wettkampf wichtig: Der Kopf muss mitspielen, der Sportler an sich selbst glauben, damit keine Zweifel am eigenen Erfolg aufkommen. Bei einigen Spitzensportlern hat Mentaltraining einen festen Platz im Trainingsplan. So zum Beispiel bei Roger Federer. Als 17-jähriger hatte er noch mit Aggressionen auf dem Platz zu kämpfen. Er hat jedoch hart an sich gearbeitet und wird heute für sein cooles, kontrolliertes Verhalten auf und neben dem Platz bewundert.

Mentaltraining für alle Lebensbereiche

Stehst du vor schwierigen Aufgaben oder herausfordernden Situationen und weißt nicht, wie du diese bewältigen sollst? ­­Mit dem Training deiner mentalen Stärke hast du die Möglichkeit, deine Fähigkeiten und Ressourcen besser kennen zu lernen, um im richtigen Augenblick ziel- und zweckorientiert zu handeln. Im Grunde machst du nichts anderes, als dein Leben selbst mehr in die Hand zu nehmen, weil du lernst, dir selbst zu vertrauen und dein Tun nicht in Frage zu stellen. Halte an anvisierten Zielen fest, lass keine Selbstzweifel aufkommen. Denk daran: Der Erfolg beginnt im Kopf, durch deine Gedanken!

Selbstsuggestion hilft

Es mag absurd klingen, doch Worte wie „Ich liebe mich und ich werde geliebt“ können das Selbstbewusstsein stärken. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der University of Waterloo in Kanada. Unsere Redakteurin Gabriele Weidinger hat deshalb über Wochen diese Form von Selbstsuggestion ausprobiert, indem sie sich morgens nach dem Aufstehen vor den Spiegel stellte und mit einem humorvollen Lächeln sich selbst begrüßte: „Ich schau heute wieder toll aus; ich habe einen wundervollen Tag vor mir; all das, was ich mir vornehme, schaffe ich mit links.“Roger Federer, Stars und Mentaltraining, Stärke beginnt im Kopf

Sie stellte fest, dass ihr diese Übung sehr gut getan hat. Klar war sie nicht jeden Tag gleich gut drauf und hatte gerade am Anfang des Selbstexperimentes ihre Tiefs. Doch funktionierte es von Tag zu Tag besser. Das merkte sie vor allem daran, dass sie gelassener mit gewissen Situationen umgegangen war.

Die kanadischen Forscher stellten allerdings auch fest, dass bei Probanden mit einem geringen Selbstwertgefühl die positiven Gedanken wirkungslos blieben. Einige Probanden fühlten sich hinterher sogar noch schlechter als zuvor. Die Selbstsuggestion wirkt also unterschiedlich auf die Menschen. Probier es doch einfach selbst aus und beobachte, was passiert. Und wenn du Lust hast, teile deine Erfahrungen mit uns, indem du unten einen Kommentar einträgst.

Finde deinen persönlichen Mentaltrainer und gib dir Zeit

Im Mentaltraining gibt es zahlreiche Techniken. Imaginationstechniken  zum Beispiel helfen, Verhaltensmuster zu ändern und bestimmte Ziele zu erreichen. Viele professionelle Trainer bieten dazu Kurse oder Seminare an. Aber du brauchst nicht unbedingt einen professioneller Trainer, um an deiner mentalen Stärke zu arbeiten. Eine Person aus dem privaten Umfeld, die an dich und deine Ziele glaubt, kann dich anspornen und bei Rückschlägen auffangen. Ein solcher Rückhalt kann dazu beitragen, deine mentalen Fähigkeiten im richtigen Moment abrufen zu können.

Sei dir bewusst, dass der Erfolg davon abhängt, wie viel Aufmerksamkeit du deinem eigenen Körper und Geist schenkst. Beobachte deine Ängste oder negativen Gedanken, und frag dich, woher sie kommen. Verdränge sie nicht, denn das wäre kontraproduktiv. Das Erreichen von mentaler Stärke braucht Zeit und Training. Wenn du diese in dich investierst, dann wird es dein Leben bereichern!

Links:

Mentailtrainer in Deutschland: 

Deutsche Gesellschaft für Mentales Training e. V., http://www.dgmt.de

Mentaltrainer in der Schweiz: 

Armin Muff, www.arminmuff.ch

Anselmo Maestrani, www.peoplecare.ch

Mentaltrainer in Österreich: 

Mentaltraining Austria, http://www.mentaltraining-austria.at

Foto Roger Federer „R federer“ von Esther Lim – originally posted to Flickr as Roger Federer. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons -http://commons.wikimedia.org/wiki/File:R_federer.jpg#mediaviewer/File:R_federer.jpg

Autoren: Gabi Weidinger und Sascha Hümbeli 

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3 Wortmeldungen

  1. Karin Christina Hamvai

    Affirmationen funktionieren nur dann, wenn sie „in Liebe“ der „Wahrheit“ entsprechen. Das heisst, es reicht nicht, sich täglich zu sagen “ ich liebe mich wie ich bin“ oder „ich werde erfolgreich sein“ , wenn ich im Unterbewusstsein genau das Gegenteil gespeichert habe. Aus dem einfachen Grund, weil diese Affirmation dann “ Stress“ in mir verursacht und wenn mein Körper unter Stress steht, begeben sich alle Körperfunktionen in „Flucht und Überlebenstrieb“ und deshalb ist es dann gut möglich, dass ich mich nach solchen Affirmationen schlechter fühle… Das Geheimnis liegt also darin, die „Wurzel des Missverständnis“ zu finden – nämlich, den „Glaubenssatz“ auf dem ich im Unterbewusstsein programmiert bin!!!! Denn, WENN HERZ UND KOPF SICH STREITEN, GEWINNT IMMER DAS HERZ

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